04. Juni 2010
19 Kommentare
Niedersachsen hat die Chance, in einem bestimmten Bereich der Kulturgeschichte zu einem nationalen und internationalen Anziehungspunkt zu werden. Es geht um die in Niedersachsen heimischen Münzsammlungen, die nach Ansicht der kulturpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Daniela Behrens, in ihrer Gesamtheit einzigartig sind.
Die SPD-Fraktion setzt sich deshalb für eine Vernetzung und Zusammenführung der Münzsammlung des Landesmuseums mit anderen Sammlungen im Lande ein. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD-Fraktion in den Landtag eingebracht.
„Durch die Zusammenführung entstünde ein Münzkabinett nicht nur von nationalem, sondern von viel größerem Format. Hannover würde durch die Zusammenlegung aller Münzkabinette in der internationalen Liga der Geldmuseen vertreten und den Standorten Berlin, München und Dresden vergleichbar sein. In Hannover kann etwas geschaffen werden, was es in anderen Städten ähnlichen Zuschnitts nicht gibt. Diesen Kulturschatz müssen wir heben und präsentieren“, begründete Behrens die parlamentarische Initiative.
Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover könnte neben Berlin (Münzkabinett auf der Museumsinsel), München (Staatliche Münzsammlung) und Dresden (Münzkabinett im Schloss) zu einem der wichtigsten numismatischen Zentren in Deutschland werden.
Anlass für den Antrag war der Ankauf der Münzsammlung der Deutschen Bank durch das Land Niedersachsen im Dezember 2009. Schon damals hatte Behrens Anstrengungen des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur zur Erarbeitung eines numismatischen Konzepts der Münzbestände in Niedersachsen gefordert.
KulturNiedersachsen
19 Kommentare zu „Kulturschatz historischer Münzen heben und präsentieren“
Dr. Dietrich Klose
1
am 15. Oktober 2010 um 14:31 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
eine derartige Initiative ist sehr wünschens- und begrüßenswert, hebt sie doch schon ganz allgemein die Bedeutung der Numismatik und der Münzsammlungen hervor, die sonst eher ein Schattendasein führen und als Sache weniger Spezialisten und Liebhaber gelten.
Eine derartige Aufwertung der Numismatik in Hannover bzw. Niedersachsen könnte Niedersachsen in der Tat zu einem Zentrum dieser auch für viele andere Disziplinen wichtigen Wissenschaft werden lassen und allgemein eine Vorreiterfunktion für andere haben. Für die Wissenschaft sind die Sammlungsbestände nicht nur dadurch wertvoll, dass sie irgendwo vorhanden sind, sondern dass sie auch gut zugänglich sind, und gerade daran hängt es bei mittleren und kleineren Sammlungen "in der Provinz" oft. Eine Vernetzung wie ihrerseits vorgeschlagen wäre hier der richtige und wichtige erste Schritt. Auch ohne Bestände damit in grösserem Umfang tatsächlich zu verlegen, könnte man sie so besser für wissenschaftliche und auch fallweise für Ausstellungen und Präsentationen besser nutzbar machen und damit aufwerten.
Das Niedersächsische Münzkabinett braucht nach seinem Erwerb durch das Land eine wissenschaftliche Zukunft wie auch eine Zukunft als materieller und geistiger Besitz aller Bürger, die ein Anrecht auf ihre dauerhafte - nicht nur im Rahmen einer bestimmten Sonderausstellung - Präsentation haben.
Die Sammlung darf jetzt nicht nach kurzfristiger Präsentation in irgendeinem Depot verkümmern. Zu einer ihrer Bedeutung angemessenen Behandlung gehört auch eine entsprechende Betreuung (etwa personell) und Ausstattung (etwa mit Fachliteratur).
Ich kann einer derartigen Initiative nur Erfolg wünschen, und dass der Landtag hier nach der Sache und nicht nach parteipolitischen Spielchen der Art "Ihr seid dafür, also sind wir dagegen" entscheidet.
Dr. Dietrich Klose
Ltd. Sammlungsdirektor
Staatliche Münzsammlung München
Stellv. Vorsitzender der Numismatischen Kommission der Länder der Bundesrepublik Deutschland
Stellv. Vorsitzender der Bayerischen Numismatischen Gesellschaft
Beisitzer im Vorstand der Deutschen Numismatischen Gesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst
Dr Cécile Morrisson
2
am 16. Juli 2010 um 09:31 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
ich möchte meine Stimme auch an die Kommentare meiner Deutschen bzw nederländische Kollege anfügen und die Initiative die Hannover Münzsammlung mit den anderen Niedersachsen einigen unterstützen. Hier gibt es eine Gelegenheit das reiche kulturale Erbniss Ihres Landes und dessen Potenzial als historisches und weltwirtschafltiches Bildungswesen der jüngeren Generationen zu retten. Die Hannover Münzsammlung hat ein hohes internationalen Anwesen in den frûheren Jahren verdient. Meine besten Wünschen für deren Zukunft
MfG Ihre Dr Cécile Morrisson past Präsident des International Numismatic Council; Corresponding member der AIBL, Paris, Academy of Athens and Medieval Academy of America
Prof. Dr. Friedrich Geigant
3
am 06. Juli 2010 um 17:48 Uhr
beenSehr geehrte Frau Behrens,
das Land Niedersachsen und Hannover hüten mit seinen Münzsammlungen einen reichen Schatz. Er wurde seit Generationen und wird noch immer von höchst kompetenten Persönlichkeiten zusammengetragen und gepflegt. Der Rammelsberg von Goslar bietet in greifbarer Nähe ergänzenden Anschauungsunterricht zur Silbergewinnung und Geldgeschichte, wie er eindrucksvoller nicht sein könnte. Hierzulande geprägte Münzen standen über Jahrhunderte hinweg im Ruf allerbesten Geldes. Es wäre unverzeihlich, wenn mit solchen menschlichen, ideellen und materiellen Werten nicht gewuchert würde. Niedersachsen besitzt mit den Sammlungen einen augenfälligen Baustein seiner kulturellen und wirtschaftlichen Identität.
Mit besten Grüßen
Friedrich Geigant.
Prof. (em.) Dr. oec. publ. Friedrich Geigant, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Geld, Kredit, Währung an der Universität Hannover.
Lutz Ilisch
4
am 06. Juli 2010 um 09:56 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
Die Initiative bietet aus meiner Sicht nur Vorteile. Für die räumliche Zusammenlegung von Originalbeständen unterschiedlicher Eigentümerschaft bieten die großen englischen Universitätssammlungen in Oxford und Cambridge Vorbilder. Die Folge ist eine intensivere Nutzung. Dabei sollte nicht nur in Einschaltquotenmentalität an Ausstellungen gedacht werden, obwohl auch die profitieren würden, sondern an die Nutzungsmöglichkeiten als metallurgisches Datenmaterial, an Bestimmungsinstrument bei der Bearbeitung archäologischer Fundmünzen und an die archivähnliche öffentliche Nutzung des gesammelten Materials. In allen Fällen ist die Nutzung bei räumlicher Zusammenlegung der virtuellen deutlich überlegen.
Ich wünsche einer brillianten Idee eine gute Umsetzung.
Lutz Ilisch
Anna Franziska Schwarzbach
5
am 05. Juli 2010 um 21:35 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
ich schließe mich Herrn Ulf Dräger an und frage Sie:
Gäbe es dann auch eine Abteilung für unsere großartige KUNST-GELD Ausstellung
"HOLDER MAMMON oder DIE SCHÖNE KUNST ANSTÄNDIGES GELD ZU MACHEN"?
Herzlichst! Anna Franziska Schwarzbach
Bildhauerin
Hans Hermann Scholl
6
am 03. Juli 2010 um 14:09 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
Ihre Initiative ist sehr begrüßenswert. Eine Zusammenlegungd er einzelnen Sammlungen ist nicht nur unter dem Aspekt der Numismatik wünschenswert, sondern bietet für die Stadt Hannover eine sehr große regionalpolitische Chance.
Die wirtschaftlichen Effekte einer großen überregionalen Ausstellung hat eine vielfältige Multiplikatorfunktion auf die Wirtschaft (s. Ausstellungen in Bremen, Hamburg, Emden etc.). So profitieren nicht nur die Fremdenverkehrsbranche wie Hotels und Gastronomie, daneben sind auch positive Effekte im Einzelhandel zu erwarten. Also unter dem Aspekt der Wirtschaftsförderung ein unbedingtes MUSS.
Mit freundlichen Grüßen
Hans Hermann Scholl
Peter Hammer
7
am 02. Juli 2010 um 21:05 Uhr
Die Bedeutung der Numismatik als Teil der Landeskultur kann man wohl nicht besser herausstellen als R. Göbl in seinem Buch, Numismatik Grundriß und wissenschaftliches System, 1987, S.11:(auf Loehr bezogen) " Die Entwicklung des Geldwesens ist keineswegs geradlinig, sondern eine ununterbrochene Folge von tastenden Versuchen, von Irrtümern, von Aufgaben und Wiederanknüpfen, von Wechselwirkungen und Wandlungen in Form und Inhalt; immer aber ist das Geldwesen ein Erzeugnis und Teil der zugehörenden Kultur, mit der das Geld in weitreichender Wechsewirkung steht. Gegenüber der Theorie der Nationalökonomie ist Aufgabe der Numismatik als Wissenschaft, empirisch darzustellen, was wirklich gewesen und geschehen ist und daraus reale Folgerungen zu ermöglichen
Paul Lauerwald
8
am 02. Juli 2010 um 20:05 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
ich finde Ihre Initiative bewundernswert und unterstütze sie sehr. Das Anliegen, ein leistungsfähiges numismatisches Arbeits- und Forschungszentrum zu schaffen, sollte nicht im Drange der Ereignisse untergehen. Die Zusammenführung der genannten Sammlungen, eine ordentliche Personal- und Sachausstattung können die numismatische Forschung über Niedersachsen hinaus beflügeln. Ich selbst würde mich im Zusammenhang mit mehreren eigenen Arbeitsvorhaben über eine schnelle Umsetzung Ihrer Ideen freuen. Die Politik sollte sich nicht nur mit der Bankenrettung beschäftigen, Aktionären und Managern ihre Bezüge sichern, sondern auch kulturelle Werte erhalten und einer sinnvollen Nutzung zuführen.
Mit freundlichen Grüßen Paul Lauerwald
Winfried Stein
9
am 02. Juli 2010 um 12:42 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
aus der Sicht eines Vorsitzenden eines der ältesten Münzsammlervereine Deutschlands (Nürnberg), ist die Initiative der SPD-Landtagsfraktion sehr zu begrüßen. Wer z.B. im Jahr 1995 anläßlich des 17. Deutschen Numismatikertages zum Thema "Wissenschaftsgeschichte der Numismatik" in Hannover weilte, hatte außerordentliche Mühe, die auf mehrere Institutionen verteilten öffentlich zugänglichen Münzausstellungen zu besuchen. Verschiendene Häuser in unterschiedlichen Stadtteilen mit unterschiedlichen Öffnungszeiten erschweren es, sich einen Überblick zu verschaffen oder Spezialthemen zu vertiefen. Es erscheint auch mehr als fraglich, ob es bei Beibehaltung der verschiedenen Institutionen gelingen kann, die bedeutenden Sammlungen jeweils angemessen personell zu betreuen. Die gegenwärtige Situation am Kestner-Museum gibt leider zu dieser Befürchtung Anlass. Gerade das Ziel einer gemeinsamen Ausstellung der Münzschätze ist für ein numismatisch interessiertes Publikum, aber auch z.B. für Schüler und Studenten von großer Bedeutung. Die Ausstellung von Originalen ist durch keinen virtuellen Katalog zu ersetzen und bietet eine Attraktion für sich.
Winfried Stein
Raf Van Laere
10
am 02. Juli 2010 um 09:52 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
Die numismatische Sammlungen die zur Zeit in Hannover und in Niedersachsen vorhanden sind bieten nicht nur Numismatiker einzigartige Studienmöglichkeiten. Eine Vernetzung mit andere museale und wissenschaftliche Institutionen, wie Sie vorstehen, wurde die Möglichkeit öffnen um auch das breite Publikum völlig geniessen zu lassen von dieses ausserordentlich wichtiges Teil des sächsisches Kulturerbe. Numismatische Sammlungen illustrieren nicht nur das Wissen um ökonomische Realitäten sondern liefern auch kunsthistorische und breitere kulturelle Einblicken die nur durch enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachdisziplinen entschlüsselt werden können. Mit die heutige wissenschaftliche Leitung, die eine grosse internationale Anerkennung geniesst, besitzt Hannover gerade durch eine gute und koordinierte Einbettung der numismatische Sammlungen in die breitere museale Landschaft die einzigartige Möglichkeit um etwas zu machen wovon anderen oft nur träumen können: Münzen nicht nur als Zahlungsmittel präsentieren sondern als Objekte die im Mittelpunkt der Gesellschaft stehen und die gerade dadurch einen hohen Symbolwert besitzen.
Mit freundlichen Grüssen,
Raf Van Laere
11
am 02. Juli 2010 um 09:32 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
Die numismatische Sammlungen die zur Zeit in Hannover und in Niedersachsen vorhanden sind bieten nicht nur Numismatiker einzigartige Studienmöglichkeiten. Eine Vernetzung mit andere museale und wissenschaftliche Institutionen, wie Sie vorstehen, wurde die Möglichkeit öffnen um auch das breite Publikum völlig geniessen zu lassen von dieses ausserordentlich wichtiges Teil des sächsisches Kulturerbe. Numismatische Sammlungen illustrieren nicht nur das Wissen um ökonomische Realitäten sondern liefern auch kunsthistorische und breitere kulturelle Einblicken die nur durch enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachdisziplinen entschlüsselt werden können. Mit die heutige wissenschaftliche Leitung, die eine grosse internationale Anerkennung geniesst, besitzt Hannover gerade durch eine gute und koordinierte Einbettung der numismatische Sammlungen in die breitere museale Landschaft die einzigartige Möglichkeit um etwas zu machen wovon anderen oft nur träumen können: Münzen nicht nur als Zahlungsmittel präsentieren sondern als Objekte die im Mittelpunkt der Gesellschaft stehen und die gerade dadurch einen hohen Symbolwert besitzen.
Mit freundlichen Grüssen,
Th. Nuechter
12
am 02. Juli 2010 um 09:01 Uhr
auch ich möchte die Ausführungen der Vorredner unterstützen und hoffe das eine derart historisch wertvolle Münzsammlung auch öffentlich attraktiv ausgestellt wird.
Ich wünsche viel Erflolg für den Antrag und hoffe, das das Land Niedersachsen diesen Weg gehen wird.
TN
Dr. Jörn Sieglerschmidt
13
am 02. Juli 2010 um 08:41 Uhr
Die bedeutsame Münzsammlung, die gluecklicherweise inzwischen in der Hand des Landes Niedersachsen ist, ist teilweise digital erschlossen. Auf diesem Wege sollte weitergegangen werden, um die aussergewoehnliche Sammlung allgemein zugaenglich zu machen. Vorbild koennte das Muenzkabinett in Berlin sein mit seinen online praesentierten Bestaenden. Auch fuer die Vernetzung der Bestaende ist die Erschliessung sinnvolle Voraussetzung. Das Land Niedersachsen taete gut daran, wie andere Bundeslaender auch in diese digitale Erfassung investieren, um die Sammlung umfaenglich nutzbar zu machen.
Dr. Klaus Graf
14
am 01. Juli 2010 um 22:58 Uhr
Ich schließe mich den Vorrednern an. Das Statement von Prof. Klüßendorf hat für mich besonderes Gewicht, da es von einem der führenden Numismatiker unseres Landes stammt.
Dr. Christian Müller-Straten
15
am 01. Juli 2010 um 16:02 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
nur einmal als Anregung: So wichtig Münzsammlungen und erst recht solche wie diejenigen sind, die sich jetzt in Hannover an verschiedenen Orten befinden: Wenn wir an die breite Öffnung der Bestände denken, kann eine rein numismatische oder numismatisch-historische Konzeption kein Publikums-Renner werden. Unabhängig von ihrer wissenschaftlichen Bearbeitung und Dauerausstellungspräsentation (die durch Fachleute im Hintergrund erfolgen muß) kann ein attraktives Konzept m.E. nur darin bestehen, Münzen, Medaillen, Ehrenzeichen etc. in kulturgeschichtlichem Kontext zu zeigen - und zwar bei allen Ausstellungen, wo diese Objektgruppe etwas zur Erhellung der Vergangenheit beitragen kann. Insofern halte ich auch nichts davon, irgendwo auf kleinem Raum nur numismatische Highlights zu zeigen. Dem Beispiel anderer Bundesländer folgend, könnte man Landesausstellungen an wechselnden Orten durchführen, für die historische Bausubstanz gezielt vorher restauriert wurde und somit auch Ecken des Landes Kulturtourismuseinnahmen bescheren, die sonst im Abseits liegen. Im Zeitalter der digitalen Vernetzung ist es nicht unbedingt erforderlich, daß alle numismatischen Trägerinstitutionen fusionieren, es genügt auch das gemeinsame Ziel und die digitale Vernetzung.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Hans-Werner Martin
16
am 01. Juli 2010 um 15:19 Uhr
Münzen sind mehr als "historische Zahlungsmittel". Sie sind Spiegel der Zivilisation der Epoche, der sie entstammten. Sie geben Auskunft über politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge und sind somit unschätzbare historische, sozio-kulturelle Quellen, ohne welche die moderne historische Forschung einer ihrer wichtigsten Grundlagen beraubt wäre.
Umgekehrt geben Münz-Sammlungen aber auch profunde Auskunft über ihre Sammler und Bewahrer.
Für die an Attraktionen nicht gerade reich gesegnete Landeshauptstadt wäre der Erfolg Ihrer Initiative ein echter Glücksfall!
Da den Schotten ja ein ausgesprochen inniges Verhältnis zu Zahlungsmitteln nachgesagt wird, dürften Sie beim neuen niedersächsischen MP offene Türen einrennen, was den nachhaltigen Bestand dieses Münzschatzes angeht! ;-)
Ihrer Initiative alles Gute
Dr. Hans-Werner Martin
Niklot Klüßendorf
17
am 01. Juli 2010 um 14:53 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
das "Joint venture" zwischen dem Land Niedersachsen und der Deutschen Bank gehörte zu den herausragenden Feldern der Zusammenarbeit zwischen dem Land und einem Unternehmen der privaten Wirtschaft. Dass sich die Deutsche Bank hier herausgezogen hat, ist im höchsten Maße zu bedauern.
In Anbetracht des hohen Aufwandes, den das Land nun aufgebracht hat, um die Sammlung zu retten, ist Ihre Initiative ganz besonders zu begrüßen. Dass ein einzelner Historiker, zudem der einzige in diesem Fach Ausgewiesene in seiner Institution, nun in neuer Umgebung fast allein die Aufgaben zu bewältigen hat, ist ein auf Dauer nicht zu vertretender Umstand. Hier ist nicht "Kleckern" gefragt, sondern "Klotzen". Dies git auch in Anerkennung der bisherigen hohen Leistung, die das Land Niedersachsen durch seinen Landesnumismatiker, im Rahmen der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland seit über einem Jahrzehnt für das sog. "kleine Fach" erbracht hat.
Mit freundlichen Grüßen
N. K.
Stefan Heidemann
18
am 25. Juni 2010 um 18:04 Uhr
Der Rahmen kann ruhig weitergesteckt werden. Die förderale Konkurrenz in Deutschland erlaubt es Museen außerhalb der Hauptstadt zu haben und einzurichten, die international eine wichtige führende Rolle haben. Das haus hannover hat eine Sammlung zusammengetragen, die nun in Landesbesitz ist, die das Britische Empire in seinen Verflechtungen wiederspiegelt.
Meine beste Wünsche für diesen Antrag.
Stefan Heidemann
Ulf Dräger
19
am 25. Juni 2010 um 16:16 Uhr
Sehr geehrte Frau Behrens,
ich unterstütze Ihre Initiative ausdrücklich und möchte sie bestärken, diese Vision in die Realität umzusetzen. In Anbetracht der prägenden Bedeutung des Geldes für unsere Gesellschaft, es hat sich fast zu einem 5. Element des Daseins etabliert, ist die Darstellung und Vermittlung seiner Geschichte und der Zusammenhänge seiner Entwicklung und Wirkungskräfte für die Allgemeinbildung von hohem Wert, wenn nicht gar unverzichtbar, auch, um viele Probleme unserer Gegenwart überhaupt verstehen zu können.
Dazu ist natürlich eine ausreichende Infrastruktur an Personal und Sachmitteln notwendig und ich hoffe sehr, dass das Land Niedersachsen die Kraft aufbringt, diese zu schaffen. Mit freundlichen Grüßen, U. Dräger
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